Samstagabend, Fahrerlager des A1 Motor Park. Ein Team arbeitet an einem Auto, das in neun Stunden fahren wird.
Sie eilen nicht. Das ist Langstreckenrennsport — die Vorbereitung findet vor dem Rennstart statt, nicht danach. Reifenentscheidungen. Fahrreihung. Kraftstoffberechnungen in einem Notizbuch. Die Strecke ist still. Die Berge sind dunkel. Der Sonntag hat noch nicht begonnen.
Drei Tage, ein Format
Die BES 999 absolvierte ihr vollständiges Format am A1 Motor Park: Freies Training und Qualifikation Freitag und Samstag, das 6-Stunden-Rennen am Sonntag, Siegerehrung um 18:30 Uhr.
Für eine Strecke, die am 21. März eröffnete, ist die Ausrichtung eines Mehrfahrer-Langstreckenevents innerhalb von zwei Wochen ein bedeutender Infrastrukturtest — Zeitsysteme, Boxengassenabläufe, medizinische Versorgung, Fahrerlagerkapazität. Der A1 Motor Park bestand diesen Test ohne sichtbare Schwierigkeiten.
Die Ergebnisse
Nach sechs Stunden hatten drei Teams die Spitze definiert:
1. FAST & COOL — Porsche Cayman 718 — 174 Runden
2. ALL STARS — BMW 230 — 171 Runden
3. JEKOV Rally School — BMW 330 — 170 Runden
Drei Runden trennten die Top drei. Drei verschiedene Autos. Sechs Stunden Rennen, verdichtet auf einen Abstand, der bei jedem Boxenstopp, jedem Safety-Car-Einsatz hätte anders ausgehen können.
Das ist Langstreckenrennsport. Der Abstand am Ende spiegelt selten wider, wie nah der Kampf wirklich war.
Wie sechs Stunden auf dieser Strecke aussehen
Der A1 Motor Park wird gegen den Uhrzeigersinn über 3,91 Kilometer auf 585 Metern Höhe gefahren. Sechs Stunden bedeuten hier je nach Tempo und Verkehr zwischen 165 und 175 Runden. Mehrere Fahrerwechsel, auf die Runde berechnete Tankstopps, Reifenwahl, die sich über einen vollen Stint anders entfaltet als in der Qualifikation.
Die Strecke belohnt Konstanz über rohe Pace. Der Porsche Cayman 718 von FAST & COOL demonstrierte genau das — 174 absolvierte Runden, drei mehr als der Zweitplatzierte.
Das Fahrerlager am Renntag
Bis zum Sonntagvormittag war die Vorbereitung abgeschlossen. Was blieb, war die Umsetzung.
Teams verfolgten gleichzeitig ihr eigenes Auto und die Konkurrenten. Fahrerwechsel erfolgten mit eingeübter Geschwindigkeit. Die Zuschauermenge auf der Terrasse des Boxengebäudes wuchs durch den Morgen — Langstreckenrennsport belohnt den Zuschauer, der das Zeittafel-Display neben dem Streckengeschehen verfolgt.
Wenn ein Team eine Position durch Strategie statt durch Tempo gewinnt, ist es für jeden sichtbar, der aufmerksam schaut. Der A1 Motor Park gibt Zuschauern sowohl die Sicht als auch die Daten.
18:30 — Siegerehrung
Die sechs Stunden endeten. Siegerehrung wie geplant.
Das Fahrerlager hatte die besondere Stille, die einem langen Tag im Langstreckenrennsport folgt. Motoren aus. Ausrüstung wird verpackt. Fahrer vergleichen Notizen mit den Menschen, gegen die sie sechs Stunden gefahren sind.
Die BES 999 führte ihre Veranstaltung mit der Organisation einer Serie durch, die weiß, was sie tut. Der A1 Motor Park gab ihr die erforderliche Strecke.
Was kommt als Nächstes
Die Bulgarian Endurance Series wird zum A1 Motor Park zurückkehren. Der 5. April war das erste Kapitel.
Vollständiger Veranstaltungskalender 2026 auf circuit-insider.com/events.
Fotos: SPOT_BY_ROMAIN, A1 Motor Park, April 2026.*
